Veranstaltungstipps

In umgekehrt chronologischer Reihenfolge:

Colmar (Elsass), 29. – 31. Mai 2020

Festival Musiques Métisses

2020 werden u.a. der algerische „Prince du Raï“ Cheb Mami, das franko-maghrebinische Orchestre national de Barbès sowie Amadou und Mariam aus Mali erwartet. Bei dem Festival, das knapp 4000 Besucher empfangen kann, wird Interkulturalität mit in Frankreich allgemein bekannten Künstlern zelebriert.

Karlsruhe, 9. Februar 2020, 11 Uhr

Museumführung: Die Begegnung vom Türkenlouis (dem badischen Markgraf Ludwig Wilhelm von Baden-Baden) mit dem Großwesir Mustafa Pascha

Die Kuratorin Dr. Schoole Mostafawy führt durch die Landesausstellung „Kaiser und Sultan“ im Karlsruher Schloss unter spezieller Berücksichtigung der osmanischen Belagerung von Wien im Jahr 1683.

Guebwiller (Elsass), 16. Januar 2020, 20:30 Uhr

Moderne Lautenmusik des palästinensischen Trio Joubran

Die drei Brüder Samir, Wissam und Adnan Joubran aus Nazareth greifen als Lautenspieler auf eine lange Familientradition zurück, die bis zum Großvater zurückreicht, der sich als Lautenbauer einen Namen machte. Das Trio baut auf klassische Maqam-Kompositionen auf und kombiniert sie mit modernen am Jazz, Rock und Pop orientierten Elementen. So arbeitete das Trio am aktuellen Werk mit der Pink Floyd Legende Roger Water zusammen. In Fortsetzung der Familentradition als Lautenbauer schuf sich das Trio spezielle an ihren neuen Spielstil angepasste Oud mit mehr Bass-Saiten als üblich.

Karlsruhe, Weihnachtsfeiertage, 1. und 6. Januar 2020, 11 Uhr

Kostümführung: Sokollu Mehmed Pascha – Ein Großwesir erzählt

In der Rolle von Sokollu Mehmed Pascha, Militärbefehlshaber bei der osmanischen Belagerung von Wien 1683 und Großwezir an der Hohen Pforte von Istanbul, führt ein Schauspieler durch die Landesausstellung „Kaiser und Sultan“ im Karlsruher Schloss.

Karlsruhe, 8. Dezember 2019, 11 Uhr

Museumführung: Karriereleiter rauf! Vom Janitschar zum Großwesir

Die Kuratorin Dr. Schoole Mostafawy führt durch die Landesausstellung „Kaiser und Sultan“ im Karlsruher Schloss unter spezieller Berücksichtigung des Aspekts der relativ hohen Karrieremobiltät im Osmanischen Reich.

Karlsruhe, 10. November 2019, 11 Uhr

Museumführung: La Turquerie – Die Türkenmode im 17. und 18. Jahrhundert

Die Kuratorin Angelika Hausegger führt durch die Landesausstellung „Kaiser und Sultan“ im Karlsruher Schloss unter spezieller Berücksichtigung des Aspekts der Turquerie.

Berlin, 25. und 26. Oktober 2019

Arabisch-deutsche Literaturtage

Die Schriftsteller*innen Ghassan Zaqtan (Palästina), Basma Abdelaziz (Ägypten), Kathrin Röggla (Österreich), Jadal Al-Qasem (Palästina), Burcu Türker (Deutschland), Stefan Weidner (Deutschland) und Othman Selmi (Tunesien) halten Vorlesungen aus ihren Werken. Es finden Diskussionen über zeitgenössische Prosa, Lyrik und Comics im Orient statt. In einer Podiumsdiskussion wird der Frage nachgegangen: Warum hat es arabischsprachige Kultur in Deutschland so schwer? Mit Live-Performances, einem Comic-Salon und einer Lyriknacht, insbesondere mit jungen Künstler*innen, wird das Programm abgerundet.

Erlangen, 19. Oktober 2019, 18:30 Uhr

Kolloquium: Wandel durch Handel. Impressionen aus der Erlanger Nahostforschung

Im Rahmen der Erlanger Nacht der Wissenschaften werden folgende Vorträge gehalten:

  • Monika Zbidi M.A. (Centre for Euro-Oriental Studies): Die Natur im Wandel – Der Islam als Instrument deutscher Entwicklungszusammenarbeit
  • Prof. Dr. Thomas Demmelhuber (Lehrstuhl für Politik und Gesellschaft des Nahen Ostens): Ende des Öl-Zeitalters im Nahen Osten? Fußball ist die Lösung
  • Tobias Zumbrägel M.A. (Lehrstuhl für Politik und Gesellschaft des Nahen Ostens): Das Ende des Ölzeitalters am Golf – Alles gut, was grün ist
  • Prof. Dr. Georges Tamer (Lehrstuhl für Orientalische Philologie und Islamwissenschaft): Vom Handeln und Feilschen – Handelsmentalität im Kora
  • Prof. Dr. Horst Kopp (Arabisches Haus Nürnberg e.V.): Handel im Wandel – Von der Weihrauchstraße zur neuen Seidenstraß
  • Ramy Abdin M.A. (Lehrstuhl für Orientalische Philologie und Islamwissenschaft): Halal oder Fairtrade – Islamische Perspektiven auf handelsethische Debatte
  • Prof. Dr. Christine Binzel (Lehrstuhl Wirtschaft und Gesellschaft des Nahen Ostens): Wie Sprache ökonomische Entwicklung beeinflusst

Karlsruhe, 19. Oktober 2019 – 19. April 2020

Große Landesausstellung „Kaiser und Sultan“ im Karlsruher Schloss

Das Badische Landesmuseum feiert im Jahr 2019 sein 100-jähriges Gründungsjubiläum. Zum Kernbestand des Hauses zählt die weltbekannte Karlsruher Türkenbeute – eine Trophäensammlung der badischen Markgrafen aus den „Türkenkriegen“ des 17. Jahrhunderts.

Die Ausstellung rückt die zivilisatorischen Neuerungen in den Mittelpunkt, die im Schatten von Machtpolitik und Glaubenskonflikten entstanden: Innovationen in Architektur, Kunst und Mode oder die Einführung neuer technischer Verfahren.

Karlsruhe, 9. Oktober 2019, 19 Uhr

Buchlesung von Stefan Weidner aus „1001 Buch. Die Literaturen des Orients“

Koran oder Tausendundeine Nacht, Orhan Pamuk oder Adonis – die orientalischen Literaturen boomen. Stefan Weidners „1001 Buch. Die Literaturen des Orients“ ist eine konzise, leicht lesbare Gesamtdarstellung von 1500 Jahren Literatur. Die in diesem Jahr erschienene Publikation zeigt, dass sich hinter der schillernden Rede vom „Orient“ mehr als ein westliches Klischee verbirgt: Noch immer steht ein utopisches Potenzial bereit, das den Blick für Perspektiven öffnet, die mit dem gegenwärtigen begrifflichen Instrumentarium nicht fassbar sind. Im Karlsruher Max-Prinz-Palais erwarten den Besucher einen für Wissen und Denken brennender Geist, der lebendig Geschichten über die arabische Literatur erzählt.

Tübingen, 4. bis 12. Oktober 2019

15. arabisches Filmfestival

Mitreißende filmische Entdeckungen bietet vom 4. bis 12. Oktober das 15. Arabische Filmfestival – das älteste und wichtigste Festival für den neuen arabischen Film im deutschsprachigen Raum. Im erstklassigen Programm erwarten Sie mehr als 100 neue Filme aus der politisch so aufgewühlten Region zwischen Marokko und dem Irak sowie den Sektionen „Arabische Welten“ und „SHUBBAK – Fenster zur Islamischen Welt“. Hinzu kommen Kurz- und Animationsfilme beim Kinder- und Familientag. SOUQ AL FILM – Arabisch-Orientalischer Filmmarkt – die Brücke zwischen Kunst, Wirtschaft und Wissenschaft.

Das Arabische Filmfestival wird seit 2005 vom Verein Arabischer Studenten und Akademiker Tübingen veranstaltet und versteht sich als Botschaft des Dialogs und der Verständigung zwischen den unterschiedlichen Kulturen und Religionen. Er setzt den Film als Mittel zum Verständnis und zur Aufklärung der gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Situation in den arabisch-islamischen Ländern ein und erleichtert somit das gegenseitige Kennenlernen.

Stuttgart, 19. September 2019, 19:30 Uhr

Ägyptisch-deutscher Dokumentarfilm: Dreamaway – Die andere Seite des Tourismus in Ägypten mit anschließender Diskussion mit den Regisseurinnen Maroua Omara und Johanna Domke

Das deutsch-ägyptische Regieduo Johanna Domke und Maroua Omara begleitet die jungen Angestellten eines der zahlreichen Luxushotels von Scharm el-Scheich. Postrevolutionäre Unruhen und Terrorattacken haben den Ferienort am Roten Meer aussterben lassen: die Hotelanlagen sind unbewohnt, die Pool-Gymnastik-Einheiten teilnehmerlos, die Ausgehmeilen gespenstisch leer. Die Flugzeuge mit den Touristen, das sehen wir immer wieder, überfliegen die Stadt, aber sie landen hier nicht mehr. Mit einer traumwandlerischen Aufmerksamkeit ergründet dieser Film die Lebensrealitäten, Sehnsüchte und Notlagen junger Ägypter, an deren Vergangenheiten sich auf einmal keine Zukünfte mehr anschließen. Ein Traumbild, eine Wüstenwanderung. Wir sehen eine Gruppe junger Ägypter. Sie gehen, jeder für sich und doch gemeinsam, durch den dunklen Sand der Sinai-Halbinsel. Die Sonne steht noch tief, die Körper sind stumm, müde und schwer.

Guebwiller (Elsass), 6. September 2019, 20:30 Uhr

Hesam Naseri und das Ensemble Novak: Arabisch-persische Musik aus der Endphase der Abbasidenherrschaft (Mittelalter)

Im Rahmen des Mittelalterfestivals „Voix et Route romane“ entführt Hesam Naseri die Zuhörer*innen an den Hof Bagdad von 1001 Nacht.  Er greift dabei vor allem auf das Werk des begnadeten Künstlers Ṣafī al-Dīn al-Urmawī (1216-1294) zurück. Dieser Gelehrte persischer Herkunft erhielt im arabischen Bagdad eine fundierte Ausbildung in arabischer Sprache, Kalligraphie, Literatur und Musik. Als Kalligraph und Kopist gelangte er an den Hof des Kalifen al-Mustaʿṣim bi-‚llāh und war zunächst in der Hofbibliothek tätig, bis er mit seiner Lautenmusik den Kalifen und später den mongolischen Invasor Hülegü verzauberte. Auf Basis der überlieferten Musiktheorie konnten Stücke aus jener Zeit „wiedererschaffen“ werden.

Ludwigshafen, 28. August, 7. September und  8. September 2019

Türkischer Film: Eine Geschichte von drei Schwestern

Der Film erzählt von drei jugendlichen Schwestern, die der Vater als Dienstmädchen zu reichen Leuten in die Stadt schickt – und eine nach der anderen wieder zurückkehrt, weil sie mit dem dortigen Lebenstil nicht zurechtkamen. Eine kommt sogar schwanger heim und wird eilig mit dem Schafhirten verheiratet. Aber die drei Schwestern halten zusammen. Die Zukunft müsste anders aussehen, aber die Traditionen der Gegenwart lasten schwer auf allen persönlichen Wünschen. Die Landschaft ist in diesem großartigen Filmwerk zugleich ein bisschen auch die Seelenlandschaft der Menschen – als wäre eben das eine vom anderen nicht trennbar. Und im Winter, wenn alles hier oben in den Bergen rettungslos verschneit ist, werden Geschichten erzählt – vom Leben natürlich.

Ludwigshafen, 24. August,  3. September, 8. September 2019

Libanesischer Film: Caperaum. Stadt der Hoffnung

12 Jahre ist der Kleine alt, jedenfalls ungefähr, denn die Eltern wissen den Tag seiner Geburt so wenig wie sie sich überhaupt um ihre zahlreichen Kinder kümmern. Heute ist Gerichtsverhandlung. Warum er seine Eltern verklage, will der Richter wissen. „Weil sie mich in diese Welt gesetzt haben“, sagt er. Zuhause sorgt sich niemand um ihn. Er findet Zuflucht bei einer jungen Frau aus Äthiopien, die in den Slums haust und heimlich ein einjähriges Kind hat. Bald wird der 12-Jährige den kleinen Yonas versorgen, wo er doch selbst nicht versorgt wurde. Das sind Szenen, die man nicht vergessen kann: Wie der Junge das Baby rührend durch sein Leben schleppt und sich auf unglaubliche Weise darin behauptet. Ein großartiges Plädoyer für Humanität mitten im Elend, ein Film über die Liebe mitten in der Vernachlässigung. Ein Meisterwerk einer jungen Regisseurin, das nicht zufällig für Furore sorgte in Cannes und dann auf zahlreichen internationalen Filmfestivals.

Heidelberg, 23. August 2019

Ugarit Band

Die Bandmitglieder aus Syrien, Griechenland und Deutschland spielen traditionelle Musik aus dem mediterranen Raum, insbesondere aus den östlichen Anrainerländern, und verweben diese auf einzigartige Weise mit der Tradition der europäischen Klassik. So treffen typische arabische Instrumente wie Oud und Kanun auf klassische Instrumente wie Querflöte und Geige, die bei Ugarit eine unverwechselbare orientalische Farbe erhält und mit einem bundlosen E-Bass in den Dialog tritt.

Ludwigshafen, 21. August,  22. August und 31 August 2019

Film: Sofia

Sofia ist 20, hochschwanger – und ledig. Sie lebt in Marokko – und beim Abendessen platzt die Fruchtblase. Ihre Cousine Lena bringt sie ins Krankenhaus. Damit beginnt das Drama. Einer Frau, die nicht verheiratet ist und ein Kind bekommt, der wird in keinem Krankenhaus Marokkos geholfen und obendrein landet sie im Knast. Also braucht sie einen Mann, einen Ehemann auf die Schnelle. Wäre da nicht die Cousine aus besseren Kreisen, sie wäre verloren. So aber wird ein Mann beschafft, ein buchstäblich armer Teufel, der angezeigt wird, sie geschwängert zu haben – und sozial so schwach ist, dass er sich nicht wehren kann. Damit zieht der Film neben dem Drama der patriarchalen Demütigung der Frauen eine zweite dramatische Dimension ein: die der Schichtenzugehörigkeit.

Hagenau (Elsass), 20. – 25. August 2019

Algerischer Folkloretanz « Fen Bladi »

Das Ensemble « Fen Bladi » wurde im Jahre 2004 in der Stadt Sidi Bel Abbès in Algerien geründet. Mit atemberaubendem Folklore-Tanz laden die Mitglieder ein zu einer Reise durch ihre Heimat. Dazu wird traditionelle Musik gespielt.

Hagenau (Elsass), 20. – 25. August 2019

Libanesischer Folkloretanz « Dabké »

Das maronitische Ensemble Saint Jean Marc aus Byblos verführt den Besucher mit Rhythmen aus dem Libanon. Vierzehn Tänzer, fünf Musiker und fünf Sänger interpretieren den Folkloretanz « Dabké ».

Heidelberg, 12. August 2019, 19:30 Uhr

Vortrag: Leben und Arbeiten in Gaza

Der palästinensische Wirtschaftsingenieur Dr. Abed Schokry schildert im Heildelberger Welthaus den Alltag in seiner Heimat Gaza.

Baden-Baden, 11. August 2019, 19 Uhr

Sommer-Spezial-Comedy mit Amjad

Der im Münsterland geborene Palästinenser Amjad spielt mit  Unterschieden zwischen arabischer und deutscher Kultur und bringt en passant auch biographische Elemente aus seiner Zeit als Betriebswirt mit dem Schwerpunkt Marketing ein.

Baden-Baden, 17. Mai 2019, 20:00 Uhr

Quadro Nuevo meets Cairo Steps: „Flying Carpet“ im Bénazetsaal

Zwei renommierte Bands – das mehrfach mit dem ECHO ausgezeichnete Ensemble Quadro Nuevo und Cairo Steps, ein internationales Sufi-Weltmusik-Ensemble – begegnen einander in einer spannenden Mischung aus klassisch arabischer Musik, Tango Oriental, hypnotischen Grooves, Jazz und Improvisation. Zusätzlich werden weitere Gäste aus Ägypten und dem östlichen Mittelmeerraum auf die Bühne geladen, was die handverlesenen gemeinsamen Konzerte zu einem einzigartigen Erlebnis werden lässt. Künstler aus Kairo und Köln, Bagdad und Bayern bilden eine verwegene World Music-Truppe aus mindestens zehn Vollblutmusikanten.

Stuttgart, 12.5.2019, 18h30

Ziryab Open Jam/Arabischer Free Jazz

Die öffentliche Open World Jam findet monatlich im Kulturzentrum Laboratorium statt. Willkommen sind  sowohl Zuhörer*innen als auch versierte Musiker*innen, die ihr musikalisches Spektrum um Rhythmen und Klänge aus allen Weltregionen erweitern wollen.

Ergebnis ist die Vereinigung von weltmusikalischen Traditionen in einer neuen, gemeinsamen Sprache der Musik. Es  entstehen facettenreiche Konzertabende mit dem Sound einer neuen Generation – Open World Music zwischen Klassik, Jazz, Flamenco, Okzident und Orient.

Bei Interesse, aktiv an der Open World Jam teilzunehmen, wird um Anmeldung bei Daniel Agikov gebeten: agdaav78@gmail.com

Nürnberg, Ausstellung vom 13. 11. 2018 bis 28. 4. 2019

Omans Botschaft des Islams

Als Nation der Seefahrer engagierte sich Oman über drei Jahrtausende im interkulturellen Austauschmit Völkern rund um den Indischen Ozean bis nach China. Religionsfreiheit ist im Sultanat garantiert,basierend auf der historischen Tradition von Akzeptanz, Verständnis und einer friedlichen Koexistenzzwischen seinen verschiedenen religiösen Gemeinschaften. Die Panels in dieser Ausstellung präsentieren Facetten eines modernen arabischen Landes und bieten dem Besucher Einblicke in die Praxis des Islam im Alltag, Aspekte des Lebens in der omanischen Gesellschaft und die Rolle der Frau.Begleitprogramm: Führungen im Naturhistorischen Museum Nürnberg durch die Ausstellung mit dem Kurator Prof. Dr. Horst Kopp an folgenden Tagen: Sonntags, 2.12. 2018, 6.1., 3.2., 3.3. und 31.3. 2019, jeweils um 15.00 Uhr, Norishalle

Karlsruhe, 21.04.2018, 19:30

Theaterstück in arabischer Sprache mit deutschen Übertiteln:   حبك نار 

In dem Theaterstück verarbeitet der syrische Autor Mudar Alhaggi seine persönlichen Erfahrungen des Krieges in Syrien, den Verlust des Heimatlands und das Exil in Deutschland. Weder Helden- noch Opfergeschichte, zeichnet das Stück mit tragikomischen Elementen das Verhalten derjenigen im heutigen Syrien nach, die trotz aller Umbrüche nicht aufbrechen, sondern schweigend abwarten.

Das arabische Theaterkollektiv Ma’louba besteht aus geflüchteten syrischen Theatermachern, die einander durch ihr Studium an der syrischen Theaterhochschule in Damaskus kannten und sich in Europa wiedergefunden haben.

Stuttgart, 14.4.2019, 18h30

Ziryab Open Jam/Arabischer Free Jazz

Die öffentliche Open World Jam findet monatlich im Kulturzentrum Laboratorium statt. Willkommen sind  sowohl Zuhörer*innen als auch versierte Musiker*innen, die ihr musikalisches Spektrum um Rhythmen und Klänge aus allen Weltregionen erweitern wollen.

Ergebnis ist die Vereinigung von weltmusikalischen Traditionen in einer neuen, gemeinsamen Sprache der Musik. Es  entstehen facettenreiche Konzertabende mit dem Sound einer neuen Generation – Open World Music zwischen Klassik, Jazz, Flamenco, Okzident und Orient.

Bei Interesse, aktiv an der Open World Jam teilzunehmen, wird um Anmeldung bei Daniel Agikov gebeten: agdaav78@gmail.com

Karlsruhe, 10.4.2019, 20h30

Ibrahim Maalouf -Red & Black light

Kaum ein Jazzmusiker repräsentiert das Thema der Europäischen Kulturtage 2016 „Wanderungen. Glück | Leid | Fremdheit“ besser als der französisch-libanesische Trompeter Ibrahim Maalouf. Er wuchs mit seinen Eltern und seiner jüngeren Schwester in der Nähe von Paris auf, wohin die Familie vor dem Bürgerkrieg im Libanon geflohen war. Mit sieben Jahren erhielt er von seinem Vater Trompetenunterricht, der nicht alleine die klassische Technik mit ihrem barocken, klassischen, modernen und zeitgenössischen Repertoire, sondern auch die klassische arabische Musik und die Kunst der Improvisation umfasste. Allein zwischen 1999 und 2003 gewann Maalouf 15 Wettbewerbe in aller Welt. Begleitet von seiner Band präsentiert Ibrahim Maalouf mit seinem aktuellen Projekt „Red & Black Light” eine Ode an die Frau von heute und ihre wesentliche Rolle für die Hoffnung auf eine bessere Welt.

Wo? Im ZKM

Mannheim, 6.4.2019, 14h sowie 20h

Muhittin Kemal und Band: Wiegenlieder unter Mannheims Sternenhimmel

Von klein bis groß sind alle Menschen mit mindestens einem Wiegenlied aufgewachsen, das von den Eltern, Verwandten oder Bekannten gesungen wurde. Im Laufe der Jahrzehnte haben immer mehr Schlaflieder in verschiedenen Sprachen im transkulturellen Mannheim eine neue Heimat gefunden oder sind sogar in Mannheim entstanden.

 14 Wiegenlieder in 11 verschiedenen Sprachen und alles unter dem Sternenhimmel von Mannheim zusammengeführt.

Serap Giritli und Bora Ebeoğlu – Gesang; Katharina Gross – Kontrabass; Cengiz Onural – Gitarre; Murat Coşkun – Perkussion; Muhittin Kemal – Kanun

 Wo? Mannheim, C4 – Museum Zeughaus, Florian-Waldeck-Saal

Nürnberg, 4. 4. 2019, 19.30 Uhr

Dr. Wolfgang Zimmermann, Leipzig
Vortrag: Wanderungen in der Straße von Hormuz. Die Fischerfamilien von Musandam (Oman)
Katharinensaal, Am Katharinenkloster 6

HEILBRONN, 21. 3. 2019, 19h30

Autorenlesung: Die Arabistin Claudia Ott stellt ihr neustes Werk „Erste arabische Lesestücke“ vor.

Gedichte, Witze und kleine Geschichten aus „Tausendundeine Nacht“ und anderen arabischen Originalquellen, Kochrezepte und kalligraphisch gestaltete Sprichwörter, arabische Musik – ein vergnüglicher Abend für alle, die spielerisch erste Schritte ins Arabische oder ins Deutsche wagen möchten.
Claudia Ott, Arabistin, Übersetzerin und Musikerin, gehört international zu den führenden Kennern von „Tausendundeine Nacht“. Sie unterrichtet an der Universität Göttingen. Ihre deutsche Erstübersetzung der bisher ältesten arabischen Handschrift von „Tausendundeine Nacht“ wurde von der Kritik gefeiert.

Nürnberg, 20. 3. 2019, 19.30 Uhr

Dr. Norbert Weismann, University of Exeter
Vortrag: Frachtsegler im Monsun. Die arabischen Großsegler auf dem Indischen Ozean
Katharinensaal, Am Katharinenkloster 6

Nürnberg, 6. 3. 2019, 19.30 Uhr

Prof. Dr. Georges Tamer, Erlangen
Vortrag: Eine Kultur der Inklusion: Das andere Gesicht des Islam
Katharinensaal, Am Katharinenkloster 6

Nürnberg, 7. 2. 2019, 19.30 Uhr

Prof. Dr. Ulrich Rebstock, Freiburg
Vortrag: „Wenn zwei sich streiten…“ Das Angebot der Ibāḍīya in der islamischen Geschichte
Katharinensaal, Am Katharinenkloster 6

Nürnberg, 6. bis 8. Februar 2019

Workshop des omanischen Kalligraphen Saleh Al Shukairy
Norishalle, Seminarraum, Marientorgraben 8

Straßburg, 3. Februar 2019, 10h, 17h sowie 20h

Ensemble Mechket – Sufi-Musik aus Tunesien

Mechket stützt sich auf die Sufi-Gedichte « Malouf Sobre », die den Glauben und die Liebe zu Gott und dem Propheten zum Ausdruck bringen.

Colmar, 1. Februar 2019, 20h; Zabern, 3. Februar 2019, 16h30

Sufimusik und orientalischer Kirchengesang

Der in Basra geborene Fawzy Al-Aiedy erhielt bereits mehrere Preise. Sein Schwerpunkt liegt auf orientalischer Musik, obwohl er in Frankreich an der staatlichen Musikhochschule Boulogne-Billancourt auch eine umfassende Ausbildung in klassischer europäischer Musik erhielt. Er singt klassische Werke, v.a. sufistische,  die z.B. aus der Feder von al-Hallaj (9. Jahrhundert) und Ibn Arabi (8. Jahrhundert) stammen. Speziell für die Sacrées journées, in deren Rahmen beide Konzert stattfinden, hat er ein Stück komponiert, dem er den Namen „Letztes Gebet“ gab.

Auch Kinan Alzouhiré aus Syrien erhielt eine solide, musikalische Ausbildung, bei der er sich sowohl mit arabischer und westlicher Musik beschäftigte. Zunächst studierte er Laute am Konservatorium Solhi al-Wadi  und dann Operngesang an der Musikhochschule in Damaskus. Sein Interessensschwerpunkt liegt heute in der Kirchenmusik. Mit seiner Bass-Bariton-Stimme wird er Kirchenlieder aus byzantischer, syriakischer als auch römisch-katholischer Tradition zum Besten geben.

Straßburg, 31.Januar 2019, 20h30; 1. Februar 2019, 20h30 sowie 2. Februar 2019 13h

Sufi-Musik und Tänze des Ensembles Noor

Seit 15 Jahren arbeiten die drei Brüder und Sufimussiker Shuaïb (Gesang, Harmonium, Nay), Hubaïb (Gesang und Sitar) und Behlole Mushtaq (Tabla) mit der Tänzer Alexia zusammen. Die Begnung und Zusammenarbeit ist eine Erleuchtung für alle, weshalb sie den Namen Noor (Licht) als Namen für ihr Ensemble wählten. Die Musik basiert persisch-moghulischen Traditionen und greift moderne pakistanische Einflüsse ein. Sie ist einerseits einstudiert, öffnet sich im Laufe der Transzendierung vermehrt zur Improvisation…

Heidelberg, 25.1. 2019, 20h

Der Irak im Umbruch – 15 Jahre zwischen Himmel und Hölle
Die Journalistin Birgit Svensson arbeitet seit 2003 als freie Journalistin in Bagdad und schreibt u.a. für Die Zeit, Die Welt, den Deutschlandfunk, die Deutsche Welle und den Schweizer Rundfunk. Sie ist eine der wenigen westlichen Journalist*innen, die trotz hohen Sicherheitsrisikos kontinuierlich aus dem Irak berichten und vor Ort die Veränderungen miterleben. Sie war beim Sondertribunal für die Verbrechen Saddam Husseins zugelassen, berichtete von der hart umkämpften Öl-Stadt Kirkuk und bereiste immer wieder den Süden Iraks.

Nürnberg, 16. 1. 2019, 19.30 Uhr

Prof. Dr. Dr. h.c. Heiner Bielefeldt, Erlangen
Vortrag: Grenzen und Chancen religiöser Toleranz im arabischen Raum
Katharinensaal, Am Katharinenkloster 6

Karlsruhe, 13.12.2018, 19.00 und 14.12.2018, 17.00

Syrischer Spielfilm: Nujim An-Nahar (mit deutschen Untertiteln)

Eine geplante Doppelhochzeit in einem kleinen Dorf wird zum Drama, als sich eine der Bräute aus dem Staub macht und auch die andere sich der Eheschließung verweigert. Ausgehend von diesem Konflikt öffnen sich weitere Bruchlinien innerhalb der patriarchalen Gesellschaft des Dorfes. Das bisherige, brutale Dorfoberhaupt wird von seinem ältesten, hochgradig korrupten Sohn abgelöst. Dieser wiederum befindet sich im ständigen Konflikt mit seinen jüngeren Brüdern – der eine grundsätzlich kochend vor Wut, der andere schwerhörig nach einer Ohrfeige des Vaters. Angesichts dieses männlichen Personals verwundert es kaum, dass alle potentiellen Bräute das Weite suchen.

Mit seinem Debüt schuf Ossama Mohammed einen der wahrscheinlich bekanntesten und gleichzeitig umstrittensten Filme des syrischen Kinos überhaupt. Die kritischen Anspielungen auf die nationale Politik sind in der Dorfgeschichte ohne große Mühe zu erkennen. Ein Film, der so absurd-komisch wie dunkel-satirisch und herzzerreißend tragisch ist. Für Mohammed selbst ist sein Werk eine Auseinandersetzung mit den „psychologischen Deformationen, die der Einzelne akzeptiert, wenn er in einer Diktatur lebt“.

Heidelberg: 1.12.2018, 19.30

Konzert: Al son del mundo feat.
Die Pädagogischen Hochschule Heidelberg bringt Musiker aus der Weltmusikszene zusammen. Die Pianistin und Komponistin Ceyda Pirali aus Istanbul wird zusammen mit dem italienischen Perkussionisten Santino Scavelli an orientalischen Trommeln und den syrischen Musikern Hesham Hamra an der Laute und Yazan Alsabbagh an der Klarinette ihr erstes Konzert in Heidelberg geben.

Pädagogische Hochschule Heidelberg, Aula, Keplerstrasse 87, 69120 Heidelberg
Eintritt 12€ / erm. 8€, Studierende der PH frei

Tübingen, 30.11.2018, 20.00h, Kupferbau der Universität Tübingen

Ägyptischer Spielfilm: Sheikh Jackson
Von Amr Salama, Ägypten 2017, 93 Min., Originalfassung mit deutschen Untertiteln

Die Nachricht vom plötzlichen Tod Michael Jacksons trifft Khaled, einen jungen konservativen Imam in Alexandria, tief. Als leidenschaftlicher Fan des King of Pop hatte er in seiner Jugend gegen den strengen Vater revoltiert und stürzt nun in eine Glaubenskrise. Obendrein erscheint Michael Jackson – gespielt von Michael Jackson Imitator Carlo Riley – beim Gebet in der Moschee…

Die schräge Tragikomödie, Ägyptens Beitrag für den Oscar 2018 in der Kategorie „Bester fremdsprachiger Film“, ist eine liebevolle Hommage an Jackson Vermächtnis im Nahen Osten und eine faszinierende Charakterstudie.